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Republik in Vorderasien im Süden der Arabischen Halbinsel, 527 968 km², 19,7 Mio. Einwohner, Hauptstadt Sana, Amtssprache Arabisch.
Der heiße und trockene Jemen bietet nur an den Küsten am Roten Meer und am Golf von Aden sowie im Hochland von Jemen karge Siedlungs- und Ackerbaumöglichkeiten. Angebaut werden Hirse, Mais, Hülsenfrüchte, Baumwolle u. a., doch müssen Nahrungsmittel importiert werden; die Industrie ist unterentwickelt und nur auf dem Erdölsektor erwähnenswert (seit 1987 auch kleine eigene Förderung). Die fast gänzlich arabisch und muslimische Bevölkerung (etwa je zur Hälfte Sunniten und Schiiten) lebt in den Städten (neben der Hauptstadt v. a. Aden, Taïs, Hodeida) oder in Oasen, z. T. auch nomadisierend.
Das in der Antike als Arabia felix (glückliches Arabien) bekannte Gebiet wurde seit 628 islamisiert. Seit 1517 zum Osmanischen Reich gehörig, wurde der Jemen 1918 selbstständiges Königreich, 1934 aber von Saudi-Arabien annektiert. 1962 befreite er sich, wurde Republik und strebte eine Vereinigung mit der Volksrepublik Jemen an, die 1967 als eigener sozialistischer Staat entstanden war. Am 22. Mai 1990 wurde eine gemeinsame Republik proklamiert.
Sezessionsbestrebungen des Südens wurden 1994 vom Norden in einem Bürgerkrieg unterbunden. Die Separatisten sind jedoch weiterhin aktiv, die innenpolitischen Verhältnisse bleiben schwierig.